VORBEREITUNG FÜR TÄNZERINNEN

Moondance Kleidung

Bluse, Rock und Poncho

Die Kleidung besteht aus drei Teilen, einem Rock, einer langen Bluse und einem Überwurf (Poncho), die alle aus weißem Stoff bestehen sollen, vorzugsweise aus Baumwolle oder einem anderen Naturmaterial.
Die Kleidung trägt die Symbole des „Mondtanzes Atlachinolli Meztli“ auf der Vorderseite des Überwurfs, welche man direkt vor Ort bei der Anmeldung für die Teilnahme am Danza ausgehändigt bekommt.
Sowohl der Rock als auch der Überwurf (Poncho) haben je einen blauen und einen roten Streifen längsseitig am unteren Ende der Kleidungsteile (siehe Bilder) im Vorhinein von den Tänzerinnen aufgenäht. Diese symbolisieren Wasser und Feuer. Es werden rote und blaue Samtbänder in variabler Dichte akzeptiert.
Die Kleidung soll der Tänzerin gefallen, bequem und respektvoll sein. Es ist eine ritueller Rahmen, daher keine kurzen Röcke oder engen Oberteile. Möge die Heiligkeit bewahrt und konzentriert bleiben.

Schmuckstücke bzw. Accessoires

Der Kopf wird mit einem Haarband, welches zu Beginn der Zeremonie verliehen wird, und einer Krone aus Salbei und Blumen geschmückt. Zusätzlich wird eine Mütze bzw. ein Kopftuch gegen die Kälte benötigt. Auch Schals werden empfohlen, da es nachts sehr kalt werden kann.
Es kann ein Tuch (Gürtel) um die Taille getragen werden, Rasseln bzw. Fußbänder um die Füße. Rasseln und Eulenfedern oder Federn von anderen Nachtvögeln sind willkommen.

"In the circle we are all equal. When in the circle no one is in front of you. No one is behind you. No one is above you. No one is below you. The sacred cicle is designed to create unity."

Dave  Chief Oglala Lakota

Gebete

Die Tänzerinnen bestärken und behaupten sich durch ihre Gebeten, welche aus kleinen quadratischen Stoffteilen (Naturmaterialien!) bestehen, die mit Tabak, Kräutern und/oder heilenden Elementen für die Frau, gefüllt werden.
Die Gebete sollten bereits vor dem Tanz von den Tänzerinnen vorbereitet werden, mit ihren persönlichen Intentionen. Es wird empfohlen, dabei einen Rückblick bzw. eine Zusammenfassung unserer Geschichte, Emotionen und Erfahrungen zu visualisieren. All das soll dann metaphorisch in die kleinen Säckchen gehen.

Für jede Farbe bzw. Richtung werden 13 Gebete gesprochen, insgesamt also 52 Gebete! Optional können zusätzlich 13 Gebete der Farbe Grün gemacht werden, die für unsere Mutter Erde stehen.
Es ist sehr wichtig, dass man einen ruhigen Moment der Innenschau wählt, um die Gebete zu machen. Der spezielle Moment kann außerdem durch das Entzünden von Copal, Räucherstäbchen und/oder einer Kerze unterstützt werden, um einen heiligen Raum zu schaffen.

Was du brauchst:
• etwa drei Meter Wolle oder Schnur
• Stoff in den Farben Gelb, Weiß, Rot, Blau und Grün
• Schere
• Tabak/Kräuter
• Kerze

 

Bedeutung der Farben/Richtungen:

Gelb/Osten: TLAHUIZTLAMPA, wo QUETZALCOATL weilt, der wunderschöne Zwilling, der Intelligenz, Wissen und Weisheit symbolisiert. Es ist der Platz des Lichtes. Helligkeit und (Selbst-) Vertrauen wachen hier, wann auch immer die Dunkelheit kommen mag. Sicherheit und Güte/Freundlichkeit strahlen hier. Es ist der Platz der aufgehenden Sonne, der neuen Anfänge, der neuen Geburt, der Platz des Samens, des Aufganges und des kommenden Lichts.

Weiß/Norden: MICTLAMPA, wo TEZCATLIPOCA „der rauchende Spiegel´“ weilt. Mictlancihuatl und Mictlantecuhtli, die Gebieter des Todes, der Platz unserer AhnInnen und unserer genetischen Erinnerung. Platz der Stille und des Ausruhens, wo tiefe Reflektion erlangt wird und ständige Erneuerung. Gebet, die Chanupa und die Weiße Büffelfrau kommen von hier und hüten hier.

Rot/Westen: PONIENTE – CIHUATLAMPA, wo XIPE TOTEC die cihuateteo (´´Göttliche Frauen´´), der heimtückische Geist der Frauen wohnt, die bei der Geburt gestorben sind. Der Platz der Frauen, kriegerische Energie, die bei der Geburt oder auch im Kampf herrscht, wohnt hier. Qualitäten der Sensibilität, Intuition und Fähigkeit zu befehlen und organisieren. Der Platz der untergehenden Sonne, des Loslassens, des Todes und der Kriegergöttin.

Blau/Süden: HUITZTLAMPA, wo Huitzilopochtli wohnt, der Kolibri wohnt hier, der Wille symbolisiert. Es ist auch der Platz der Medizinen. Platz der Weisheit, die von Disziplin kommt und wo Qualität des Wissens entsteht, um unterschieden zu können, was wertvoll und transzendent ist. Der Platz unserer Beziehungen, Verwandten, Familie, Kinder, unseres inneren Kindes und der Leichtigkeit.

Grün/Mutter Erde: Heilung, Danksagung, Segen, Gebete für diesen gigantischen Planeten!

 

Wie du deine Gebete machst:

Nimm Tabak zwischen deine Finger und halte ihn zum Himmel, zur Erde, zu deinem Herzen und sprich dein Gebt hinein. Nimm dir so viel Raum und Zeit, wie für jedes Gebet/jeden Segen notwendig ist, wie es sich für dich sich stimmig anfühlt.
Dann gib den Tabak in das Stoffviereck und falte den Stoff, um ein kleines Paket daraus zu machen (wie auf den Bildern angezeigt). Knote die Schnur darum. Achte darauf, dass das Paket so gefaltet ist, dass kein Tabak rausfallen kann. Die Schnur sollte nicht durchgeschnitten werden. Wenn dir die Schnur ausgeht, einfach eine zweite Schnur dranknoten und weiter beten!
Du kannst deine Gebete dann um einen Ast/Stock binden. So kannst du sie besser transportieren. Bei der Zeremonie werden alle unsere Gebete um den Zeremonienplatz aufgehängt. Sie halten, beschützen und energetisieren unseren Kreis. Wickle deine Schnur mit den Gebeten also bitte nicht zu kompliziert um den Stock, weil du sie ja auch wieder abwickeln musst!

WIE DU DICH VORBEREITEST

Um deinem Körper und vor allem deinem Verstand das 4tägige Fasten so leicht wie möglich zu machen, ist es angenehm, wenn bereits vor Beginn der Zeremonie eine Nahrungsumstellung erfolgt ist.
Raffinierter Zucker, Koffein, Nikotin, Weizen und Alkohol sollten schon ein bis drei Tage vor Zeremonienstart vermieden werden, um während des Tanzes nicht zusätzlich mit Entzugswellen belastet zu werden. Rohkostnahrung am Tag und am Tag vor dem Zeremonienanfang bietet eine gemütliche Umstellung.
Es können auch schon Wochen vor dem Tanz immer wieder Fastentage eingeplant werden, um diesen Zustand langsam kennenzulernen und um eine vertraute Erfahrung abrufbar zu haben.

Gallery 3

ZUM MITBRINGEN

SCHWITZHÜTTE

• Handtücher/Tuch, um dich nach der Schwitzhütte abzuwischen (Schmutz und Schweiß) - kein Duschen während der Zeremonie!
• Schwitzhüttenkleidung (T-Shirt, Kleid, Tuch)
• Flip Flops/Schuhe, um damit vom Zelt zur Schwitzhütte zu gehen, wenn du das brauchst

GEBETSRAHMEN

• Rassel/Rattle Egg
• Medizintasche
• Räuchergefäß
• Streichhölzer
• Tabak

AUSSERDEM

• Campingausrüstung
• Plane (Schutz for Regen oder Sonne)
• Regenausrüstung (Regenstiefel, wasserfester Poncho, Plastiksack)
• Nadel und Faden zum Aufnähen des Symbols auf den Poncho
• Körpermalfarben und ein Spiegel
• Elektrolytgetränk: Zitronen, Salz und Honig

Wasser

Es wird am Land genug Wasser geben. Es gibt Wasserhähne und Bächlein rundherum. Wenn du im Auto kommst und es möglich ist, bring bitte trotzdem eine 5-Liter-Flasche Wasser mit, mit der du dann bei deinem Zelt deine Hände und dein Gesicht waschen kannst. Wir duschen während der vier Tage nicht! Somit ist das Wasser, das du mitbringst oder sammelst (bring eine Trinkflasche mit) für einfache Hygiene da.